Platz haben wir ja Ansicht, auch genug, auch schön angelegt, aber seit wir den Farmi, unsere Abmistmaschine haben, steigen die Anforderungen an den Untergrund.
Also machen wir einen bestehenden Platz neu, für beide, den Farmi UND die Pferde.
Die grobe Projektbeschreibung:
Vorhandenen Kunstrasen aufrollen, Gelände passend vorbereiten, Kunststoffgitter und Betonrasengitter drauf und mit Sand sauber verfüllen.
Klingt einfach, oder?
Ist auch kein Beinbruch, nur eher was für nen Leistenbruch….
So, zum realen Ablauf.
Wer zwei Erdmännchen hat, hat schon mal nen Vorteil. Wir haben die und Florian und André haben das mit dem Kunstrasen rauspfriemeln auch gleich übernommen. Der Kunstrasen lag da um die 5 Jahre und hat sehr gut funktioniert. Breite schwere Bahnen, stabil und immer auch gut zum Sauber halten. Aber wie sag ich´s, irgendwann gibt der beste Kunstrasen auf, wenn da statt mit zarten Ausmister-Händen, mit kräftigen Kunststofflippen einer Maschine drüber gerackert wird.
Kleine Löcher die immer größer werden, Gewebe dass mehr zum Sieb wird und diverse Risse in der Matte. Die noch einigermaßen guten Stücke werden aber bestimmt eine zweite Chance bekommen um nochmal paar Jahre rumzuliegen – ein Traumjob eigentlich , oder?!
Nach dem Abräumen der Fläche kam der Füllsand, in rauen Mengen, zum Einsatz. So um die 55 Tonnen Material sind von Harries-Lehmann angefahren worden. 40 davon sind als Unterbau eingebracht.
Da drauf gehts frisch und munter mit den gebraucht gekauften TTE Gittern weiter.
Im ersten Bild sieht mann ganz gut, wie die Gitter angesetzt werden.
Und dann ging’s rund ! Ein paar ganz tolle Einsteller haben mit angepackt und geholfen die fast 450m2 Kunststoff- und Betonrasengitter zu verlegen. Das geht schnell(er), macht Spaß und ist auch sehr gesund. Also das Arbeiten an der frischen Luft und so manche(r) hat ein, zwei Tage später Muskeln gespürt, von denen gar nicht klar war dass es diese gibt.
wichtige Absprache, bestimmtDie Einfassung aus BetonsteinenHurra
Ich weiß schon gar nicht mehr so wirklich, wann wir angefangen haben den Gedanken einer Pferdeschwemme umzusetzen. Eine Pferdeschwemme ist sowas, wo die Pferde freiwillig und manchmal auch durch den Besitzer motiviert, im Wasser plantschen bzw. sich gezielt bewegen. Gut für die Hufe, gut für den Bewegungsaparat.
Los gegangen ist es 2019 damit , dass wir immer wieder mal Wassermassen auf dem Auslauf hatten. Bei stärkerem Regen hat sich ständig eine Pfütze gebildet, die gefühlt das Ausmaß des halben Bodensee hatte.
Weil der großer Bagger grade da war um das Gelände zu modellieren und wir um keine gute Idee verlegen sind, zack ein Loch ausheben. Gut Loch, also ein großes Loch. So 20x6m wird das locker gewesen sein.
Ein leeres Loch, nett oder?
Da es zum Sammeln und Versickern des Regenwassers sein sollte, braucht es da an sich nur bissl Vlies . Damit nicht alles wieder in sich zusammenrutscht gehen da noch viele viele Abbruchsteine rein – gut dass wir um sowas nicht verlegen sind… Hab mich eh schon gefragt wo ich das ganze Material von der Stallrenovierung hinpacken soll. :o)
Macht auch alles Sinn und am Ende sollen da ja Kübel mit Kräutern drauf und die Pferde bekommen so noch eine extra Portion Wellness.
Zaun drum rum, gut und der nächste Regen kann kommen. Kam auch und das Konzept hat bis dahin geklappt.
Im Laufe der Zeit hat sich alles zugesetzt. Zu den Kräuterkübeln hat es nicht gereicht, aber die Brennnesselkultur war sehr gut entwickelt – Ironie aus.
Nächste Itteration war dann wieder alles rausbaggern, umlagern und ne Idee entwickeln wie aus Steinegrube eine Pferdeschwemme werden kann.
Andrea hat wirklich sehr viel Ahnung und noch mehr Vorstellungskraft und treibt uns ständig zu Verbesserungen an. Die div. Bilder und Videos von Pferde-Plantschbecken gaben noch etwas Inspiration. Also los.
Unsere Erdmännchen, Florian und André, machen da nicht lang rum, sondern setzen den Bagger in Betrieb und los gehts. Aus einer großen, wieder leeren Grube, wurden zwei leere Gruben. Eine kleine zum Aufnehmen des Regenwasser, eine große zum Pferdebaden.
Bis das aber so geht, geht viel viel Zeit noch ins Land, aber das ist ja immer so. Böschung baggern, Folie und Vlies rein, Betongittersteine drauf, Kies drunter und drüber, schwups , nur 4 Monate später schon geschafft. Wasser kann kommen, kommt, läuft auch in das zusätzlich gemachte Überlaufbecken und ja. Leider haben die Pferde aber wohl eine andere Vorstellung von einem Freibad.
Irgendwann hab ich auch den Flatterzaun drum rum durch einen stabilen mit massiven Pfählen und dicken Brettern ersetzt. Hat natürlich nix an der Einstellung der Pferde geändert.
Nach Monaten der Tristess über den guten Plan, die feine Umsetzung, ner Menge Geld die investiert wurde, mussten wir erkennen, ES KLAPPT NICHT.
Just als ich schon so weit war zu sagen wir schütten wieder alles zu, kam unser Kläranlagentechniker des Weges und meinte auf Anfrage ob er noch ne Idee hat, klar – machen wir so und so und so und schon passt das.
Aha.
Gute Pläne hatten wir schon öfter … mh. Aber, Versuch macht kluch (oder so).
Nicht ganz so viel später, wir schreiben aber dennoch Sommer 2025 mittlerweile, gehts ans Werk wieder.
Alle Rasengitter raus, Verbindung der beiden Becken ändern, neue Leitungen, ein Filterbereich mit Schilf entsteht. Nicht vergessen, dazwischen immer wieder mal x Wochen nix, dann zu viel Wasser drin, dann keine Zeit. Also alles wie immer. ABER!
Die ganze Zeit über sind die Pferde nicht zu begeistern gewesen sich das Wasser mal näher anzusehen. Kaum sind die Rasengittersteine raus, gehen die Pferde in das große Becken rein, schlürfen Wasser, knabbern das Gras weg, welches da schon wächst.
WOW
Auf den Bildern ist der Werdegang und das aktuelle Ergebnis ganz gut zu sehen.
Keine Sorge, ich werd nicht zu sentimental, aber es ist jetzt bald zehn Jahre her, dass wir den Hof hier im Fast-Norden gekauft haben. Da darf schon mal ein wenig Bilanz gezogen werden, oder?
Eine unglaublich, unvorstellbar umfangreiche Werklerei. Viel auf und ab, hin und her. Die Tage verfliege, was ist geblieben? Geblieben und geworden ist ein wahnsinnig schöner Ort. Das war der Hof schon bevor wir Exil-Bayern aufgeschlagen sind, aber der Lack war ab und so bisschen stolz aufs Geleistete dürfen Andrea und ich schon sein würd ich sagen.
Pferdepension Momentan vergnügen sich schlapp 40+ Pferde bei uns. Nicht alles Einsteller! Paar eigene Pferde und dann noch welche für die Reitschule (die wir zwischenzeitlich auf- und nahezu wieder zugemacht haben) sind auch dabei. Das Konzept der Paddock-Trails hat sich voll bewährt. Bewährt hat sich auch, dass der PLATZ den die Vierbeiner zum Rumlungern, Spielen, Umherwandern und vielleicht ein übersehenes Gräslein finden, gar nicht groß genug sein kann.
Reitschule Unsere Pony-Kinder-Phase war wirklich spannend. Wuselige Mini´s (die ganz Kleinen waren grade was um die vier Jahre alt) die mit Helga und Socke in der Halle oder auf dem Platz herumhantieren und ganz nebenbei den richtigen Umgang mit dem Freund Pferd lernen. Sich was trauen, aufmerksam sein und das Pferd nicht als „Ding“ das funktionieren soll, verstehen. Für die Großen gäb´s das Feinste vom Feinen, würd ich meinen und was sich reimt ist gut, hat schon der Pummuckel immer gesagt. Andrea wird nicht müde ihr Erlerntes an die Jugendlichen und Erwachsenen weiter zu geben, so sie sich wirklich auf Akademische Arbeit einlassen. Das dürfte gern mehr sein, aber dazu ein Anderes mal mehr.
Hof Es gibt wenige Ecken am Hof die wir noch nicht angefasst und so gut als möglich aufgehübscht haben. Die wenigen Ecken haben es dafür in sich. Das alte Backhaus, in Wirklichkeit ein Häuslingshaus, wie uns von wissender Stelle beim Bauernhaus-Archiv erklärt wurde. Wie gern würden wir da dran gehen, alles behutsam raus machen was raus muss, reparieren und heilen was gelitten hat über die letzten mindestens 50 Jahre. Ein neues Wohnhaus für Andrea und mich, das ist der Traum der da schlummert.
Schlummern müssen die Pläne über den Ausbau im Rinderstall auch. Da muss ich bissl ausholen.
Wer Nachbarn hat, der hat immer mal wieder was zum Staunen. Staunen über Besuch vom Gewässer- und Naturschutz Amt, vom Bauamt, vom Ameisenbauftragten und so weiter. Irgendwann ist es uns dann zu bunt geworden und wir haben mit Anlauf den Behördenstier bei den Hörnern gepackt, Pläne erstellen lassen, Konzepte geschrieben, Berechnungen angestellt, zig Gespräche geführt und am Ende die landwirtschaftliche Privilegierung beantragt UND bekommen. Ein wirklich schönes Weihnachtsgeschenk war das 2022.
Aso, ja, zurück zum Rinderstallumbauplan – fast so gut wie Donaudampfschifffahrt , oder? Mit der Nachtragung aller unserer gemachten Renovierungen und Umnutzungen, haben wir die alte Edgar Wohnung genehmigt bekommen. Muss „nur“ noch gemacht werden… Aber der Plan mit dem Rinderstall ist noch umfangreicher! Ferienwohnung sollen oben unterm Dach entstehen. Wann nur, wann ?
Wenn wir schon bei Oben sind. Oben bei den vielen Dächern ist auch immer mal wieder Freude angesagt. Mal ne Schindel die ein wenig Veränderung sucht und sich auf den Weg nach unten macht, mal ein ganzes Stück Dach dass der Wind mitnimmt. Es kann einem schon mulmig werden, a. bei der großen Dachfläche die wir haben, und b. diesen sau steilen Dächern. Warum sind die Dächer im Norden so steil ? In Bayern, bei ab und an mehr als einem Meter Schnee (Last), sind die Dächer schön flach und man ringt nicht nach Luft beim Erklimmen. Versteh das wer.
Hilft aber nix, schweres Gerät leihen und ab ans Reparieren. Beim letzten Einsatz hat Andrea ihre Freude am Teleskoplader entdeckt. :o)
Haus Zwei Leute, zwei Etagen, 12 Zimmer. Jep, da findet sich auch wieder was zum Umbauen. Wir haben ja einige Posts von der Renovierung im Haus gemacht, aber es gibt da immer wieder mal neue Überlegungen und die Letzte, eine FeWo im OG, wartet auch auf Realisierung.
Aber genug für heute liebe Leute. „Heute ist nicht alle Tage; ich schreib wieder, keine Frage!“
Nein, nein hier kommt nix Unanständiges!
Sind doch Kinder vielleicht vorm Rechner….
So, also es geht wieder um den Boden bzw. die Wand im zukünftigen Schlafzimmer. :o)
Für meinen ersten Einsatz als Putzkolonne finde ich ist die Sache ganz gut geworden, aber seht selbst auf den Bildern.
Während draussen die Fundamente neu gemacht und die Wände frisch aufgezogen werden, gehts es im Haus auch wieder weiter.
In meinem zukünftigen Zimmer harrt der Boden der Dinge die da kommen sollen. Ein finales Konzept wie der Bodenunterbau später werden soll habe ich zwar noch nicht, aber klar ist dass der untere Rand der Wände renoviert werden muss. Das Abnehmen der Fußleisten hat da auch noch dazu beigetragen….
Gesehen habe ich schon, wie Verputzen so geht, aber die Praxis ist dann doch was anderes. Mal sehen wie das klappt. Das ist nämlich der nächste Job hier im Zimmer.
Rohboden von Lehm befreit
Konstruktionstüftelei
kaum ausreichend grade als Unterbau fürchte ich
Messen kann ja nicht schaden
Wandanschluß
Bevor die Putzkelle geschwungen wird, muss noch schnell etwas Zaunmaterial her. Holz Wrede hat sich als guter Lieferant dargestellt und so fassen wir da mal einen Schwung Rundpfähle.
bewährter Lastenesel
Rundpfähle oder Stempen wie wir Bayern sagen würden.
Achja, und da gibt es noch eine kleine Baustelle, da drunten in Bayern.
Danke Tobi geht es dort voran und man bekommt einen Eindruck der Wände und mit der Zimmer.
Wenn oben die Wand weg ist geht es unter der Erde weiter. Das alte Fundament dass uns ja die Sorgen gemacht und letztendlich zum Abbruch der Wände geführt hat, besteh ja nur aus geschichteten Ziegeln.
ab ans Fundament
Polenbagger
Häschen in der Grube oder so
Die Prozedur kennen wir ja schon, es ist aber immer wieder erstaunlich wie zackig es doch geht.
Wobei ich immer wieder dran denke dass ein kleiner Minibagger da auch gut wäre.
Und ganz still heimlich und schön erwachen die ersten Frühlingsboten bei uns am Haus…
„Unsere“ Polen sind fleissig dabei alles abzureißen was da an altem Mauerwerk rumsteht. Das mit dem Abstützen haben die Jungs im Griff, kann ich schon mal behaupten.
Aber irgendwie sieht es schon unheimlich aus, wenn so 7-8 Meter Dach einfach auf ein paar Baustützen lastet.
die rechte Seite im Stall
Stützenwald
aber es kommt da auch schön viel frische Luft rein…
Wozu überhaupt feste Wände?
Blick von aussen
Ziegelsammlung
….
ein Stück neue Wand
Fensterabstützen auf polnisch
da kommt die Sattelkammertüre rein später
Die alten Ziegel heben wir natürlich auf. Das werden später wieder die Aussenwände bzw. eine Verkleidung die aussieht wie die Wand vorher.
Aber das dauert schon noch ziemlich lang fürchte ich.
Immerhin geht es langsam aber sicher dem Mauerwerk an den Kragen. Rundrum wird alles neu gemacht. Damit der Stall aber nicht gleich zusammenkracht muss dass mit Maß und Ziel geschehen. Also immer nur diagonal die Wand wegnehmen und gut bis sehr gut abstützen ist das Motto.
Zu dem Zweck hab ich beim ortsansäßigen Maurerbetrieb Wiebe 25 Baustützen geholt.
Aussenansicht
Blick zum Krackehof
die alte und die neue Mauer – dicht an dicht
die spätere Türe zur Futterkammer
ein weiterer Durchgang wird das
Czesek, Stacho und Karol
Die tragende Funktion der neuen Mauer werden die Porenbetonsteine locker übernehmen können.
Wichtig ist auch, dass das Dach später sauber aufliegt. Das Holz-Tragwerk ist seinerzeit, irgendwann im letzten Jahrtausend, recht schmächtig ausgelegt worden. Der Tobi würde eine Fußpfette nicht unter 16x16cm auslegen, bestimmt nicht!
Die Pfette hier im Stall ist vermutlich aus besserem Holz als die aktuellen Bauhölzer… aber ein 10x12cm Balken ist einfach irgendwie knäpplich. Krumm ist das Ding auch fast überall.
Aber ist wie es ist.
Endlich geht es im OG im alten „Katzenzimmer“ weiter.
Das alte Ständerwerk liegt komplett frei und ist schon Grundgereinigt und vorher geschliffen worden. Die geschätzt 100 kleinen Nägel vom Putzgitter haben echt spaß gemacht, nur damit ich das nochmal gesagt hab! Der liebe Spazier hat gut vorgelegt und die Aussenwand super verputzt. Beim Rest werden wir sehen wie das das Krähenbein hin bekommt.
Das alte Balkenwerk soll wieder erstrahlen und drum geht es da mit der Flex und Drahtbürste dran. Staubt wie Sau und die Arme sind leider auch nach ner Stunde irgendwie kürzer und schwerer geworden. Komisch aber auch.
Das Schätzchen aus der Wand
Übergang zur Decke
Tragbalken mit deutlichen „Besuchsspuren“
Jetzt noch ran an den Boden. Besagter welcher immer noch so einen leicht säuerlichen Geruch verströmt und wirklich kein erhaltenswertes Baudenkmal ist.
Damals als wir den Hof das erste mal innen besichtigt haben, dachte ich noch bei mir, dass wir die alten Holzböden alle behalten wollen und können. Bissl abschleifen, neuer Lack drauf und gut ist .
Denkste!
Der Boden hier hat zu sehr unter einem verklebten Teppichboden gelitten. Besonders aber unter der wohl etwas intensiven Nutzung durch ein paar Hauskatzen die da gewohnt haben.
Als erstes die alte Holzleisten runter reißen. Dabei kommt der ursprüngliche Putz zum Vorschein, bröckelig und ziemlich unschön.
Randleisten ab
am Fenster haben wir auch noch einen Stromschacht
linke Seite des Zimmer
der bröckelnde Putz ist da gut zu sehen
Aber unverdrossen weiter – die Nut- und Federbretter haben dem Goashax nichts entgegnen zu setzen. Ratz batz sind die Dinger rausgerissen und aus dem Fenster geworfen.
Die Konstruktion des Boden ist rel. simpel. Direkt auf die Tragbalken wurden die Dielen drauf geschraubt und wo das nicht gepasst hat, legt mann halt was unter.
Beilage
Schnell wird aber auch sichtbar dass unter den Dielen Sand oder Lehm oder sowas eingebaut worden ist. Aha.
erste Bretter raus
manchmal wäre es besser alles zu lassen wie es ist….
rausreißen geht mal wieder schneller als später das Einbauen – sicher
Die Rohdecke bzw. der Unterbau
Die Lage aus dem verfestigten Lehmzeugs ist quasi die Schalldämmung unter den Dielen. Was bestimmt eine ziemliche Arbeit das Zeug da rein zu schaufeln und glatt zu ziehen.
Wieder eine schnelle Entscheidung gefordert. Drin lassen oder raus machen? Einiges Messen und planen und hirnen.
Ich seh nach ner Weile da keine Zukunft für das Zeug Der neue Boden muss später grade und knarzfrei sein vom Ziel her .
Unter dem Lehm ist eine Lage aus Holz stelle ich fest. Beim Freilegen dieser Halbstangen (sind krumm und schief und es ist ein Phänomen dass es doch recht glatt und grade mal war) fällt der Lehm erst mal in die Zwischendecke. Staubt wir Sau – schon wieder.
Der Unterbau unter dem Unterbau
Obwohl ich die Zimmertür zu und das Fenster auf hab, fängt Andrea zwei Zimmer weiter zu hüsteln an. Die ganzen Böden sind unter den Wänden „offen“ und quasi verbunden! Staub ist sowieso der Hauptfeind den wir im Haus haben. Ganz egal was wir machen, wenn es im EG staubt, liegt des halbe OG am Abend unter einer frischen Staubschicht. Früher hatte ich drei Paar Business-Kasper-Schuhe in Schwarz, heute Weiße Sneaker. :o)
Hilft aber jetzt nix. Der Rest vom Lehm muss auch noch runter.
das erste Feld vom Lehm befreit
Blick auf den Untergrund, nachdem sich die Staubwolken gelichtet haben
Soweit so gut. Wie mache ich nun den Aufbau des neuen Boden? Der Abstand der Balken ist mit fast einem Meter zu groß. Da ist das Knarzen auch eines neuen Boden wieder vorprogrammiert. Die erste Idee ist es auf die Halblinge da eine weitere Vertretung zu bauen, ein Brett oder so.
eine Lösung für den Neune Bodenaufbau ????
Aber wie wird das Ganze grade und stabil?
Ich brauch da eine Konferenzschaltung nach OBB zum Tobi ! Dann sehen wir weiter.
Im Stall draußen gibt es ja auch noch was zu machen – es findet sich immer und überall was.
Im Laufe der letzten Wochen hat sich das Fundament im Stall weiter in Bewegung gesetzt. Da wurde schon mal rumbetoniert von unseren Vorgänger, aber so recht stabil ist es nicht (mehr).
Auch die andere Seite die noch rein aus Ziegel aufgeschichtet ist, schwächest schon. Die sicher nötige Sanierung der beiden Mauern muss aber noch etwas warten. Heute Frickes ich nur bissl rum, damit es nicht spontan einen Dumpfen tut und der Träger für den Stall endgültig in der Luft hängt.
Erst mal aber mach ich genau das, ich seh zu dass der Träger frei hängt. Eine Baustütze wirkt da maßgeblich mit. So ohne Last kann ich dann das Betonfundament mit einer langen Eisenstange unter die Balken Hebeln. Fein.
So hält das noch ein paar Wochen – hoffe ich.
aktueller IST Zustand
rechts im Eck lugt noch die Stromleitung rauf auch
nach dem Eingriff
im Vergleich der beiden Bilder (erstes und letztes) hat es deutlich was gebracht – erst mal
Die Sattelkammer wird noch schnell bissl aufgeräumt und geputzt und dann geht´s weiter beim neuen Stall.
die rechte neue Sattelkammer
Das Futterkammer
Generationen von Pächtern und Besitzern vom Lohmann-Hof haben scheinbar alles da liegen lassen wo es grade nicht direkt gestört hat.
Mich stört der Bauschutt aber grade und so beginne ich den zu reduzieren und gute Steine zu bergen.
Das restliche Zeug bugsiere ich in den Schuttcontainer. Da ist noch Platz ohne Ende.
Während wir warten dass der Beton angezogen hat und fest genug ist, suche und finde ich (immer irgendwie!) eine Arbeit.
Der Container vor dem Haus an den sich schon die ganze Nachbarschaft, uns eingeschlossen, gewöhnt hat, ist weg. Im Container war sortenrein und akribisch von mir bewacht, nur „normaler“ Bauschutt. Alles was da sonst so an bösem Porenbeton oder anderen verunreinigten Bauabfällen rein gelangt war, hab ich rausgefischt und separat gelagert.
Dieses Zwischenlager – keine ausrangierten Reaktor-Brennstäbe dabei, also keine Sorge – löse ich heute auf.
Abfallberg Version 9 oder 10 oder doch schon 11?
Das Ding hinten am Backhaus ist auch kein Brennstab… sondern der alte Tank aus dem Bad im EG. Heute bin ich grade nicht so sicher ob ich den wirklich zum Grill umbauen kann mal. Das scheint mir, wegen der nennenswert dicken Metallwand, doch eine rechte Schinderei zu werden. Naja, sehen wir ja dann und bis dahin liegt er erstmal weiter gut da rum.
Beim Blick in die Runde gibt es auch noch ein wenig was anderes zu sehen:
erste Frühlingsboten in Diensthop
unser Freilager
soz. die neue Wand für den Stall
Der Pferdeanhänger, der eigentlich der Müllanhänger immer ist
Nachdem der erstaunlich schwere Sack auch im Hänger verschwunden ist gehts los nach Hoya zum Sammelplatz. Die kennen „den Bayern“ schon mittlerweile und ich glaub ich habe jedem der Angestellten dort schon meine halbe Lebensgeschichte erzählen müssen.
Mit dem leeren Hänger geht es gleich weiter zum Thies+Co, dem Baustoffhändler in Hoya. Von da kommt fast alles was wir so am Hof verbauen grade und heute ein Ladung OSB Platten.
ausnahmsweise mal kein Müll im Anhänger, sondern ein Schwung OSB Platten
Die Platten werden auch gleich zum Herrichten der kleinen Sattelkammer am Stall gebraucht. Die alten Lehmwände sind zwar noch recht brauchbar, aber eine Sattelkammer muss rundum geschlossen und absperrbar sein. Darum ist da einiges zu machen und zu verkleiden. Gesagt, getan, gefreut.
kleine Kammer im großen Stall – linke Seite
und schon an der Wand die erste Platte
und rechte Seite
Stirnseite nun auch geschlossen
Zwei Tage später hab ich noch einige Sattelhalter und die Trensenhaken montiert. Den Ausflug zum Krämer erspar ich Euch. Es reicht wenn ich dabei sein musste und nach 45 Minuten, 8 Sattelhalter, 12 Trensenhalter und 500m Elektroseil um über 100,- € ärmer wieder raus gekommen bin. :o/
Ein Bild von der fertigen Sattelkammer poste ich später noch bestimmt.