Das Kinderzimmer für die Enkelchen

Ist sooooo hübsch geworden. Auch wenn ich nicht so gut malern kann wie der Christian.

Auch da hat Hänsel erst mal die Balken freigelegt, entnagelt, gebürstet und gestrichen. Der Boden war noch so ordentlich das wir ihn „nur“ abgeschliffen haben. Dafür hat das Ausleihen einer Schleifmaschine für ein Wochenende gereicht. Enkelkinderwunschgemäß wurden die Wände in unterschiedlichen Farben gestrichen. Für jedes Kind eine andere Farbe. Hier fehlen jetzt nur noch die Fußbodenleisten

Kleine Zusammenfassung der vergangenen Monate

Ich klink mich hier mal wieder ein. Denn es ist einiges passiert in den letzten Monaten.  Auch wenn ich sicherlich nicht so mitreissend schreiben kann wie der Hänsel. Hauptsache die Informationen fließen.

Eigentlich ist so viel passiert das ich jetzt gar nicht weiß wo ich anfangen soll bzw. was wann noch genau gemacht wurde. Also geht’s einfach kunterbunt durcheinander.

Wir haben beschlossen das die Aussenanlagen, also in erster Linie erst mal der Offenstall mit Paddocktrail fertig werden muss damit dann irgendwann auch mal Pferde da einziehen können. Mittlerweile ist das auch so.  Beim Aufmauern kam von den Polen zwischendrin mal ein „musst du Traktor holen und Wand schieben“. In den Wohnungen die die ausgebaut haben möchte ich nicht wohnen – man möchte doch meinen Profis wären fähig eine Wand so aufzuziehen das sie in einer Linie mit den anderen Wänden steht und …. vor allen Dingen auch so das sie den Dachbalken auch wieder abstützen kann. Jedenfalls ist das bei einem Teilmauerstück nicht gelungen. Wolfgang, unser Nachbar, den wir mit seinem Radlader hergebeten hatten (um besagte Mauer zu schieben) war ja der Überzeugung das wäre Pfusch, die müssten das wieder abreissen und ordentlich machen. Aber Hänsel und ich sind ja schnell mal mit was zufrieden. Nach dem Schieben war sie dann zu weit geschoben aber sie stützte zumindest das Dach wieder ab. Wie haben wir uns gefreut als alle Mauern standen. Bei genauerem Hinsehen wurde uns dann allerdings klar, das die Mauern auf der zweiten langen Seite ganz allgemein zu weit aussen auf dem Fundament standen und wir damit kein Klinkermauerwerk mehr aufziehen konnten, wie es ursprünglich geplant war. Der Pole an sich hatte aber die perfekte Lösung sofort parat. „Machst du mit Holz, ist eh viel billiger“. Also haben wir mit Holz gemacht. Bei dieser Gelegenheit kam Hansis neue Maffel, die das Christkind gebracht hatte, zum Einsatz. Die kann so simpel so schön grade schneiden. Ich hab auch, wie angewiesen, immer brav einen Sauberschnitt getätigt. Auch das Fasen der Schalbretter mit dem Handhobel hab ich mit der Zeit ganz gut rausgekriegt. Oh, ich liebe ja Maschinen die einem die Arbeit leichter machen. Hänsel jedenfalls war ganz schön am Tüfteln und Schuften. Grade Wände sind simpel zu verschalen wenn man weiß wie es geht (und Tobi weiß das – er ist der Servicemann den man immer kontaktieren kann) nur schiefe Wände…..  Aber es ist toll geworden. Es fehlt nur noch die Stirnseite und das „hübsch machen“ der Fensterausschnitte. Und es lebt die Hoffnung in mir das die Schalung nicht im Ganzen von der Wand kippt irgendwann.

26.02.2017 – nächste Runde im Schlafzimmer

Nein, nein hier kommt nix Unanständiges!
Sind doch Kinder vielleicht vorm Rechner….
So, also es geht wieder um den Boden bzw. die Wand im zukünftigen Schlafzimmer. :o)

Für meinen ersten Einsatz als Putzkolonne finde ich ist die Sache ganz gut geworden, aber seht selbst auf den Bildern.

25.02.2017 – home sweet home

Während draussen die Fundamente neu gemacht und die Wände frisch aufgezogen werden, gehts es im Haus auch wieder weiter.

In meinem zukünftigen Zimmer harrt der Boden der Dinge die da kommen sollen. Ein finales Konzept wie der Bodenunterbau später werden soll habe ich zwar noch nicht, aber klar ist dass der untere Rand der Wände renoviert werden muss. Das Abnehmen der Fußleisten hat da auch noch dazu beigetragen….

Gesehen habe ich schon, wie Verputzen so geht, aber die Praxis ist dann doch was anderes. Mal sehen wie das klappt. Das ist nämlich der nächste Job hier im Zimmer.

Bevor die Putzkelle geschwungen wird, muss noch schnell etwas Zaunmaterial her. Holz Wrede hat sich als guter Lieferant dargestellt und so fassen wir da mal einen Schwung Rundpfähle.

bewährter Lastenesel
Rundpfähle oder Stempen wie wir Bayern sagen würden.

Achja, und da gibt es noch eine kleine Baustelle, da drunten in Bayern.
Danke Tobi geht es dort voran und man bekommt einen Eindruck der Wände und mit der Zimmer.

 

24.02.17 ab an die Fundamente

Wenn oben die Wand weg ist geht es unter der Erde weiter. Das alte Fundament dass uns ja die Sorgen gemacht und letztendlich zum Abbruch der Wände geführt hat, besteh ja nur aus geschichteten Ziegeln.

ab ans Fundament
Polenbagger
Häschen in der Grube oder so

 

Die Prozedur kennen wir ja schon, es ist aber immer wieder erstaunlich wie zackig es doch geht.
Wobei ich immer wieder dran denke dass ein kleiner Minibagger da auch gut wäre.

Und ganz still heimlich und schön erwachen die ersten Frühlingsboten bei uns am Haus…

Frühlingsboten

23.02.2017 – und ewig dauert das (Mauer) Werk

„Unsere“ Polen sind fleissig dabei alles abzureißen was da an altem Mauerwerk rumsteht. Das mit dem Abstützen haben die Jungs im Griff, kann ich schon mal behaupten.
Aber irgendwie sieht es schon unheimlich aus, wenn so 7-8 Meter Dach einfach auf ein paar Baustützen lastet.

Die alten Ziegel heben wir natürlich auf. Das werden später wieder die Aussenwände bzw. eine Verkleidung die aussieht wie die Wand vorher.

 

20.02.2017 – unser Stall soll schöner werden…

Aber das dauert schon noch ziemlich lang fürchte ich.

Immerhin geht es langsam aber sicher dem Mauerwerk an den Kragen. Rundrum wird alles neu gemacht. Damit der Stall aber nicht gleich zusammenkracht muss dass mit Maß und Ziel geschehen. Also immer nur diagonal die Wand wegnehmen und gut bis sehr gut abstützen ist das Motto.
Zu dem Zweck hab ich beim ortsansäßigen Maurerbetrieb Wiebe 25 Baustützen geholt.

Die tragende Funktion der neuen Mauer werden die Porenbetonsteine locker übernehmen können.

Wichtig ist auch, dass das Dach später sauber aufliegt. Das Holz-Tragwerk ist seinerzeit, irgendwann im letzten Jahrtausend, recht schmächtig ausgelegt worden. Der Tobi würde eine Fußpfette nicht unter 16x16cm auslegen, bestimmt nicht!
Die Pfette hier im Stall ist vermutlich aus besserem Holz als die aktuellen Bauhölzer… aber ein 10x12cm Balken ist einfach irgendwie knäpplich. Krumm ist das Ding auch fast überall.
Aber ist wie es ist.

 

 

19.02.2017 – Das neue Schlafzimmer vom Hänsel

Endlich geht es im OG im alten „Katzenzimmer“ weiter.

Das alte Ständerwerk liegt komplett frei und ist schon Grundgereinigt und vorher geschliffen worden. Die geschätzt 100 kleinen Nägel vom Putzgitter haben echt spaß gemacht, nur damit ich das nochmal gesagt hab! Der liebe Spazier hat gut vorgelegt und die Aussenwand super verputzt. Beim Rest werden wir sehen wie das das Krähenbein hin bekommt.

Das alte Balkenwerk soll wieder erstrahlen und drum geht es da mit der Flex und Drahtbürste dran. Staubt wie Sau und die Arme sind leider auch nach ner Stunde irgendwie kürzer und schwerer geworden. Komisch aber auch.

Jetzt noch ran an den Boden. Besagter welcher immer noch so einen leicht säuerlichen Geruch verströmt und wirklich kein erhaltenswertes Baudenkmal ist.
Damals als wir den Hof das erste mal innen besichtigt haben, dachte ich noch bei  mir, dass wir die alten Holzböden alle behalten wollen und können.  Bissl abschleifen, neuer Lack drauf und gut ist .

Denkste!
Der Boden hier hat zu sehr unter einem verklebten Teppichboden gelitten. Besonders aber unter der wohl etwas intensiven Nutzung durch ein paar Hauskatzen die da gewohnt haben.

Als erstes die alte Holzleisten runter reißen. Dabei kommt der ursprüngliche Putz zum Vorschein, bröckelig und ziemlich unschön.

Aber unverdrossen weiter – die Nut- und Federbretter haben dem Goashax nichts entgegnen zu setzen. Ratz batz sind die Dinger rausgerissen und aus dem Fenster geworfen.

Die Konstruktion des Boden ist rel. simpel. Direkt auf die Tragbalken wurden die Dielen drauf geschraubt und wo das nicht gepasst hat, legt mann halt was unter.

Beilage

Schnell wird aber auch sichtbar dass unter den Dielen Sand oder Lehm oder sowas eingebaut worden ist. Aha.

Die Lage aus dem verfestigten Lehmzeugs ist quasi die Schalldämmung unter den Dielen. Was bestimmt eine ziemliche Arbeit das Zeug da rein zu schaufeln und glatt zu ziehen.

Wieder eine schnelle Entscheidung gefordert. Drin lassen oder raus machen? Einiges Messen und planen und hirnen.

Ich seh nach ner Weile da keine Zukunft für das Zeug Der neue Boden muss später grade und knarzfrei sein vom Ziel her .

Unter dem Lehm ist eine Lage aus Holz stelle ich fest. Beim Freilegen dieser Halbstangen (sind krumm und schief und es ist ein Phänomen dass es doch recht glatt und grade mal war) fällt der Lehm erst mal in die Zwischendecke. Staubt wir Sau – schon wieder.

Der Unterbau unter dem Unterbau

Obwohl ich die Zimmertür zu und das Fenster auf hab, fängt Andrea zwei Zimmer weiter zu hüsteln an. Die ganzen Böden sind unter den Wänden „offen“ und quasi verbunden! Staub ist sowieso der Hauptfeind den wir im Haus haben. Ganz egal was wir machen, wenn es im EG staubt, liegt des halbe OG am Abend unter einer frischen Staubschicht. Früher hatte ich drei Paar Business-Kasper-Schuhe in Schwarz, heute Weiße Sneaker. :o)

Hilft aber jetzt nix. Der Rest vom Lehm muss auch noch runter.

Soweit so gut. Wie mache ich nun den Aufbau des neuen Boden? Der Abstand der Balken ist mit fast einem Meter zu groß. Da ist das Knarzen auch eines neuen Boden wieder vorprogrammiert. Die erste Idee ist es auf die Halblinge da eine weitere Vertretung zu bauen, ein Brett oder so.

eine Lösung für den Neune Bodenaufbau ????

 

Aber wie wird das Ganze grade und stabil?

Ich brauch da eine Konferenzschaltung nach OBB zum Tobi ! Dann sehen wir weiter.

Im Stall draußen gibt es ja auch noch was zu machen – es findet sich immer und überall was.

Im Laufe der letzten Wochen hat sich das Fundament im Stall weiter in Bewegung gesetzt. Da wurde schon mal rumbetoniert von unseren Vorgänger, aber so recht stabil ist es nicht (mehr).

Auch die andere Seite die noch rein aus Ziegel aufgeschichtet ist, schwächest schon. Die sicher nötige Sanierung der beiden Mauern muss aber noch etwas warten. Heute Frickes ich nur bissl rum, damit es nicht spontan einen Dumpfen tut und der Träger für den Stall endgültig in der Luft hängt.

Erst mal aber mach ich genau das, ich seh zu dass der Träger frei hängt. Eine Baustütze wirkt da maßgeblich mit. So ohne Last kann ich dann das Betonfundament mit einer langen Eisenstange unter die Balken Hebeln. Fein.

So hält das noch ein paar Wochen – hoffe ich.

Die Sattelkammer wird noch schnell bissl aufgeräumt und geputzt und dann geht´s weiter beim neuen Stall.

Generationen von Pächtern und Besitzern vom Lohmann-Hof haben scheinbar alles da liegen lassen wo es grade nicht direkt gestört hat.
Mich stört der Bauschutt aber grade und so beginne ich den zu reduzieren und gute Steine zu bergen.
Das restliche Zeug bugsiere ich in den Schuttcontainer. Da ist noch Platz ohne Ende.

 

Schuttreste

 

18.02.17 – Pause am Bau ? – nicht bei mir !

Während wir warten dass der Beton angezogen hat und fest genug ist, suche und finde ich (immer irgendwie!) eine Arbeit.

Der Container vor dem Haus an den sich schon die ganze Nachbarschaft, uns eingeschlossen, gewöhnt hat, ist weg. Im Container war sortenrein und akribisch von mir bewacht, nur „normaler“ Bauschutt. Alles was da sonst so an bösem Porenbeton oder anderen verunreinigten Bauabfällen rein gelangt war, hab ich rausgefischt und separat gelagert.
Dieses Zwischenlager – keine ausrangierten Reaktor-Brennstäbe dabei, also keine Sorge – löse ich heute auf.

Das Ding hinten am Backhaus ist auch kein Brennstab… sondern der alte Tank aus dem Bad im EG. Heute bin ich grade nicht so sicher ob ich den wirklich zum Grill umbauen kann mal. Das scheint mir, wegen der nennenswert dicken Metallwand, doch eine rechte Schinderei zu werden. Naja, sehen wir ja dann und bis dahin liegt er erstmal weiter gut da rum.

Beim Blick in die Runde gibt es auch noch ein wenig was anderes zu sehen:

Nachdem der erstaunlich schwere Sack auch im Hänger verschwunden ist gehts los nach Hoya zum Sammelplatz. Die kennen „den Bayern“ schon mittlerweile und ich glaub ich habe jedem der Angestellten dort schon meine halbe Lebensgeschichte erzählen müssen.

Mit dem leeren Hänger geht es gleich weiter zum Thies+Co, dem Baustoffhändler in Hoya. Von da kommt fast alles was wir so am Hof verbauen grade und heute ein Ladung OSB Platten.

Die Platten werden auch gleich zum Herrichten der kleinen Sattelkammer am Stall gebraucht. Die alten Lehmwände sind zwar noch recht brauchbar, aber eine Sattelkammer muss rundum geschlossen und absperrbar sein. Darum ist da einiges zu machen und zu verkleiden. Gesagt, getan, gefreut.

Zwei Tage später hab ich noch einige Sattelhalter und die Trensenhaken montiert. Den Ausflug zum Krämer erspar ich Euch. Es reicht wenn ich dabei sein musste und nach 45 Minuten, 8 Sattelhalter, 12 Trensenhalter und 500m Elektroseil um über 100,- € ärmer wieder raus gekommen bin. :o/
Ein Bild von der fertigen Sattelkammer poste ich später noch bestimmt.

 

 

 

15.02.17 – von Schlitzen und Löchern

Ich weiß nicht mehr zum wievielten mal ich im EG bei der (späteren) Küche irgendwas rausbreche oder abreiße. Jetzt ist allerdings ein Punkt erreicht wo es mehr um´s einbauen geht, auch wenn doch wieder schweres Gerät zum Einsatz kommt und viel Dreck entsteht.

Heute ist das Fräsen der Schlitze und das Bohren der Unterputzdosen für die Elektroinstallation dran. Ich bin eh in Übung, weil ja vor Kurzem auch in Endorf genau das mein abendlicher Zeitvertrieb war.

Man glaubt aber echt nicht, wie fest ein alter Backstein so ist!

Vor ein paar Jahren hab ich etliches an Metern beim Hausbau in Neukirchen (soz. die Mutter der Baustellenerfahrungen) gefräst. Die Fräse kam und kommt auch wieder, vom Thalmeier Sepp. Der Sepp ist ein Guter und hat auch solches Werkzeug. Die Fräse von der wir sprechen ist fast so alt wie der Sepp. Der ist letzen Dezember in Rente gegangen… die Fräse noch nicht.

Bei Porenbeton muss man aufpassen dass die Fräse mit ihren 6-7 kg nicht von alleine rumsaust und Schlitze macht. Bei dem Ziegelmauerwerk in Diensthop schaut das (leider) anders aus. Es rumpelt und rattert und knattert. Aber am Ende ist ein feiner Schlitz aus dem Mauerwerk ausgebrochen. Es staubt halt ganz nett.

Gut dass ich weithin an der richtigen Stelle gespart hab und keinen Mundschutz hab.  :o(

Im Vergleich zum Porenbetonfräsen in Endorf ist die Staubentwicklung aber echt pille-palle.

Da staubt das Abflexen der obsoleten Wasserrohre mehr – viel mehr. Leider geht das nämlich nicht, ohne die Trennscheibe der Flex auch ab und an durch den Ziegel zu schieben, statt nur durch die Rohre.

So oder so bin ich nachmittags wieder total zugestaubt und wunder mich, wieso es überall so nebelig ist. Brille putzen wäre mal eine Idee….

Draussen ist es derweilen schön, richtig schön.

Dächer von Diensthop