14.02.17 – es geschieht GROSSES im Stall

Ich bin ja mehr als ab und zu ein wenig skeptisch was die Arbeit und Arbeitsweise unserer Importschlager aus Polen angeht. Randbemerkungen verleiten mich zu dem Gefühl, dass da nicht immer DIE praktische Erfahrung vorhanden ist bei dem was grade gemacht werden soll.
Wenn einer weiß wovon er spricht wenn es um „sicheres Auftreten bei vollkommener Ahnungslosigkeit“ geht, dann bin ich das!
Also sehe ich mich als Experten und meinen Bauch als wichtiges Messgerät.
Leider wird der grade mehr statt weniger, aber das ist eine andere Geschichte auf die sich eh nicht lohnt einzugehen….

So, aber nun zum Pudelskern.

Als wir uns in OBB rumgetrieben haben, hat Czesek mit seiner mobilen Eingreiftruppe aufgrund des Wetters nicht weiter am Stall gewerkelt, oder besser gesagt den Abriss vorangetrieben. Damit steht dann diese Woche das Gießen der Fundamente an.
Der Wetterbericht verheißt etwas steigende Temperaturen, sprich es wird statt saukalt nur noch weniger-saukalt. Reicht aber mit Glück um eine Ladung feinen, frischen und vorgewärmten Betons zu bekommen.
Die Fundamentschalung die der Czesek aus den tollen Lärchenbrettern (bin immer noch sprachlos ob des günstigen Preises für die LÄRCHEN-Schalung) gebaut hat, sieht richtig professionell aus. Davon versteht er also was.

Der 14. ist sowas wie ein kleiner Schicksalstag. Abreißen, Wegbrechen, Rausschaufeln war das übliche Gewerk. Jetzt kommt der Aufbau – hurra es geht in die richtige Richtung jetzt.
Es geht auf 10:00 Uhr zu und der Betonmischer umkreist den Hof, dreht eine Ehrenrunde um Diensthop und findet den Weg dann doch noch aufs Gelände. Vom Fahrer kommt ein lautes und freundliches „Moin“ und ohne sonstige weitere Worte fährt er mir hinterher.
Ich wollte schon immer Einweiser werden. Also wie ich den so einweise geht das Seitenfenster wieder runter und ich seh den Kontrollblick.

Baustellen ? – könnte mal besser aufgeräumt sein.
Zufahrt ? – bis hierher noch gut – wo soll ich hin – hinters Haus auch ?
Arbeiter ? – kennt „der Pole“ sich mit Beton überhaupt aus?
Schalung ? – LÄRCHE! (nein, das ist nur eine Annahme meinerseits …)
Jedenfalls schreitet der Fahrer dreimal durch den Stall und drum rum und bemerkt noch gleich mal sicherheitshalber dass wir uns schon mal um einen Traktor umschauen sollen.
? – !
Weil? , frag ich.
Kurzfassung: Die Wiese über die er fahren soll ist noch zugereift und daher glatt. Der LKW hat kein Allrad (was auch ausdrücklich bei jeder Bestellung gesagt wird und auf der Homepage des Lieferanten und allen Beschreibungen steht).
Ich hab das mit dem Frost an der Stelle als gut bewertet, weil es dann ja auch nicht zu weich ist da…
Mit guten Worten meinerseits und sichtlichem Unverständnis von Czesek setzt der Fahrer sich in Bewegung aber. Das ist doppelt gut. Erstmal weil wir dann auch irgendwann fertig werden können und Zweitens weil Standzeit extra Geld kostet.
Wie ich gesagt habe … die Anfahrt zur ersten Schalung läuft Tip-top. Das Gießen auch, wenn man von der undichten Schalung und dem dadurch auslaufenden Beton mal absieht.

Auch die Rückfahrt des LKW, über die raureife Wiese, läuft ohne Probleme. Gut dass ich das mit dem Traktor bereitstellen eh ignoriert habe.
Die zweite Schalung ist längs zum Stall und noch einfacher zu erreichen. Entsprechend zackig geht es da weiter.

Aller guten Dinge sind drei.
Der Fahrer scheint nun selber erfreut zu sein dass alles glatt geht. Das sagt er natürlich nicht. Er lässt eher so ein Gefühl der da noch kommenden Schwierigkeiten im Raum. Die drei emsigen Polen passen ihm noch nicht so, scheint es mir.
Apropos Polen: Der Eindruck dass sie das schon mal gemacht haben besteht jetzt auch bei mir. mea culpa.
Für die Dritte Schalung muss der Fahrer jetzt knapp an einem Steinhaufen vorbei, rückwärts und bis ganz knapp an die Dachrinne dran.

Es ist schön, dass es geklappt hat. O.k., am Schluß ist uns noch der Beton knapp geworden. Berechnet haben wir 4,8 m3. Bestellt habe ich 5m3. Statt aber etwas mehr zu haben, fehlt am Ende irgendwas um 100l.
„Meine“ Bauarbeiter haben blitzschnell reagiert und einige der sorgsam beim Abbruch gesammelten und aufgeschichteten Ziegelsteine in den frischen Beton geworfen.  Ist das nun gut oder besser ?
Wir werden sehen, irgendwann vielleicht, wenn.

Jetzt heißt es drei Tage warten und dann gehts ans Mauer hochziehen.

Derweilen haben unsere Reithamster kaum Notiz von der Aktion und Aufregung genommen und genießen das Leben auf dem Lande.
Auch schön.

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.