Was gab es im Jahr 2019

Die Verlobung von Tobi und Natascha am 01.01. so zwischen halb eins und halb zwei war natürlich das Highlight. Abgesehen von der Hochzeit natürlich. Aber die fand ja auch nicht bei uns auf dem Hof statt. Es geht ja darum was bei uns hier los war und ist.

Csesek hat uns eine Heulieferung aus Polen organisiert. Die Schweinepriester haben ihm einen super Ballen gezeigt als er da war, geliefert haben sie nur Dreck.

07.Februar: Ich hab ein Etagenbett für’s Gäste-Kinderzimmer bei ebay-Kleinanzeigen gekauft. Das haben wir heute in Hannover abgeholt.

Im März hat uns der Fliesenleger das Bad im Erdgeschoß fertig verputzt und gefliest und Csesek hat zwei Wände auf mein Geheiss hin in einem genial schönen roten Farbton gestrichen. Passend zum Waschbecken. Allerdings hatte ich ursprünglich eine ganz andere Fliesenauswahl getroffen, die mir dann der Fliesenleger wieder ausgeredet hat, weil Betonfliesen so empfindlich wären, also leicht brechen würden. Im nachhinein betrachtet wäre das im Bad aber gar nicht schlimm gewesen und eigentlich ärgere ich mich jetzt darüber das ich mich da so leicht beeinflussen habe lassen. Jedenfalls sind’s nun ganz andere Fliesen geworden und irgendwie harmoniert die rote Farbe nun so gar nicht damit. Also werden wir da nochmal anders streichen.

Hansi hat im Ankleidezimmer den Boden geschliffen, eingelassen und Fußbodenleisten gesetzt. Und ich hab mich bei ebay-Kleinanzeigen sofort auf die Suche nach einem passenden Schrank gemacht.

Im zukünftigen Wohnzimmer im Erdgeschoß mussten sowohl ein Fenster als auch die Terrassentür durch neue ersetzt werden. Das ist tatsächlich im April über die Bühne gegangen.

Wolfgang, unser Nachbar, in Rente befindlich und Radlader besitzend, hat uns einen Baggerfahrer mit Bagger organisiert, der im großen Paddocktrail eine große Rinne ausbaggert um den Wasserabfluss zu gewährleisten und damit den Paddock wieder ein Stückchen trockener und dauerhaft ohne Matsche bzw. auf bayerisch ohne „Batz“ zu machen. Die Rinne ist super, Wolfgang begradigt drumrum und baut Beton-Recycling ein und wir verlegen darauf den schon längst gelieferten gebrauchten Kunstrasen. Voila

Diensthop kriegt Glasfaser. Das ist die eine Sache, die andere äußerst positive Sache daran ist: in der Firma, die diese Kabel vergräbt, arbeitet der Freund einer Einstellerin. Der schießt uns zusätzlich zum Glasfaserkabel ein Stromkabel unter der Straße durch. Dafür kümmern wir uns selbst um das Eingraben des Glasfaserkabels von der Straße zum Haus. Der Clou bei der ganzen Sache ist: wir haben Strom am Reitplatz und können den somit ganz problemlos beleuchten.

Für die Verlegung des Faserkabels zum Haus hat Hänsel einen „Grabenbuddler“ aufgetan. Einfach genial. Der hat einen 20 cm breiten Graben quer über den Hof gezogen, Kabel rein, Graben zu und du siehst gar nix. Und der notwendige Graben für die Verlegung der Kabel um den Reitplatz für die Beleuchtung desselbigen war damit auch ein Kinderspiel und seeeehr unaufwändig.

Im Juni ist ist auch in der zukünftigen Küche, Esszimmer und Speisekammer so richtig was passiert. Boden rausgerissen, Estriche gegossen, Wände verputzt. Das hat Csesek alles mehr oder weniger gut hingekriegt.

Hänsel und ich waren im Juli ein paar Tage in Ungarn für meine Augen-OP (eine vorgezogene graue Star-OP, so das ich dann für die Weite keine Brille mehr brauchen werde). Zu Hause natürlich alles durchorganisiert, ist ja klar. Gleich am ersten Tag ein Anruf aus der Heimat: „Csesek ist weg!“ – „Wie, Csesek ist weg…..?“, „Csesek ist weg, der Wohnwagen sauber ausgeräumt, das Auto ist weg, Csesek ist weg.“ – „Aber wir haben alles im Griff, ihr müsst nicht zurückkommen!“ Puh, das sie alles im Griff haben, die ausmistenden Einsteller ist erst mal eine Erleichterung. Aber das Csesek einfach so abhaut, ohne ein Wort und ausgerechnet wenn wir nicht da sind, das ist mies. Er hat sich nicht einmal mehr am Handy gemeldet. So ist das Leben.

Der Innenzaun im Paddocktrail 1 wird umgebaut, damit weder Pferde noch Einsteller direkt am Grundstück der Gräfin vorbei müssen. Damit haben wir zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen: erstens staubt’s der Gräfin nicht mehr in’s Wohnzimmer und auf die Terrasse und zweitens kann sie sich jetzt wieder in ihren Strandkorb direkt an unsere Pferdeweide setzen. Wenn man’s jetzt genau nimmt hat nur eine was davon, denn uns bringt der Umbau keinen wirklichen Nutzen. Im Gegenteil – der vom Fachmann durchzuführende Umbau kostet uns eine Stange Geld. Wir haben also den Weg den die Pferde gehen können/sollen verlegen lassen, gleichzeitig die Fressplätze verlegt (damit der Gräfin auch noch die extreme Geruchsbelästigung erspart wird) und damit muss nun unser Haus- und Hofradladerfahrer, der Wolfgang, wieder mal Boden befestigen, wir schmeißen Kunstrasen drauf und schon sind saubere, matschfreie Fressplätze gesichert und einige Tausend Euro umgesetzt.

Im August hatten wir gleich zweimal Besuch aus Bayern. Der Besuch hat sich leider nicht getroffen. Wär ganz lustig gewesen. Also Regina (Desl), Peter, Marika und Sophie haben ein paar Tage bei uns verbracht. Und fünf Tage später sind Agnes, Christian, Hanna, Simon, Jakob und Moritz angereist. Die könnten ruhig öfter kommen.

Mitte September konnten wir mit einer kleinen Einsteller-Grillfeier die Reitplatzbeleuchtung einweihen. Haben Hansi, Flo und Miriam super hingekriegt. Ganz professionell. Und hat nur einen Bruchteil dessen gekostet was uns eine Profifirma angeboten hatte.

Das aller-, aller-, allergrößte Highlight hat in diesem Jahr nicht bei uns in Diensthop stattgefunden sondern in Bayern: Tobi und Nataschas Hochzeit am 11. Oktober.

Seit Oktober haben wir gleich zwei neue Stallhilfen. Die frühverrentete Rosi, die sechs Stunden die Woche abäppelt und Miriam, eine junge Frau, die gerade einen Schwerbehinderten-Ausweis beantragt, deren Festanstellung in Vollzeit dann bezuschusst werden wird (hoffentlich – denn eine Vollzeitkraft können wir uns sonst nicht leisten). Bis dahin wird sie uns ebenfalls Teilzeit unterstützen. Was auch dringend notwendig ist. Denn meine Knieschmerzen werden nicht etwa besser sondern die Schmerzen beeinträchtigen mich immer mehr und für Hansi ist das eine enorme Doppelbelastung und wenn er so viel mit abmisten beschäftigt ist passieren halt auch notwendige Bauarbeiten im Haus nicht. Beim Einzug im Oktober 2016 war der Plan Weihnachten im Erdgeschoss zu feiern. Das hat ja nun leider bis heute noch nicht geklappt.

Lennart hat den Auftrag bekommen, entlang der Streuobstwiese eine Hecke aus verschiedenen ungiftigen Sträuchern zu pflanzen und nachdem es im Herbst und Winter ja eigentlich nur regnet bin ich zuversichtlich das die auch überleben wird was man von der im Frühjahr letzten Jahres angepflanzten Buchenhecke ja nicht behaupten kann.

Nachdem Hansi gesagt hat er möchte jetzt gerne mal wieder ein Zimmer fertig kriegen und zwar den zukünftigen Hauswirtschaftsraum hab ich mich mal schlau gemacht was es mit diesen Lehmputzen an den Wänden auf sich hat. Also ob das Murks ist oder einfach nicht fertig oder was auch immer. Ein sehr kompetenter Mensch einer Malerfarbenfirma, dem ich Fotos geschickt hab von besagtem Lehmputz im HWR, konnte uns da tatsächlich helfen. Er hat den Putz für gut befunden und es reiche wenn wir die Wände mit Lehmfarbe streichen. Schöne Farbe ausgesucht, bestellt und gestrichen, der Boden, ein Laminat, kann bleiben und das Zimmer ist schon f a s t fertig….

Weil es vor Weihnachten ja eh so viele Einladungen und Feiern gibt haben wir dieses Jahr eine Light-Version einer Weihnachtsfeier abgehalten. Es gab gleich Anfang Dezember einen ganzen Tag lang Kinderpunsch und selbstgebackene Guadl und sonst nix. Sowas geht auch.

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